Intervallfasten: Wieso, was und wie.

In meinem letzten Beitrag (Sonntags Gedanken: Lasst mich doch unzufrieden sein!) hab ich erklärt, dass ich zur Zeit nicht wirklich zufrieden bin mit meinem Lebensstil – vor allem mit meiner Ernährung. Aber das wird sich ändern, denn ich möchte wieder mit dem Intervallfasten anfangen. Was das genau ist, wieso ich das machen möchte und wie genau, werde ich euch jetzt erklären. Kleiner Disclaimer: Ich bin kein Arzt, ich habe Dank meines Studiums (Ernährungspädagogik) und meiner persönlichen Interessen ein sehr gutes Verständnis von Ernährung und dem Menschlichen Körper. Mein Wissen rund um Intervallfasten habe ich mir durch meine eigenen Erfahrungen und durch Recherche angeeignet. Für alle, die sich weiter für das Thema interessieren, habe ich unten ein paar spannende Links.

Wieso überhaupt Intervallfasten?
Ich bin, wie gesagt, sehr unzufrieden mit mir selbst. Ich habe in den letzten Wochen wegen Feiertagen, Uni-Stress und Reisen sehr viel ungesundes Essen gegessen. Etwas was extrem untypisch ist für mich, da ich für gesunde Ernährung brenne und extrem gerne gesund esse. Das Resultat dieses „Wandels“: Ich bin ständig müde, habe dauernd Kopfschmerzen, meine Haut ist furchtbar unrein, ich bin 24/7 aufgebläht und ich habe zugenommen – fast 5kg. Letzten Punkt wollte ich eigentlich gar nicht mit hineinnehmen, nicht weil ich mich dafür schäme, sondern weil ich weiß, wie kontrovers das Thema Gewicht ist, vor allem, wenn man als schlanke Frau darüber spricht. Denn nur, weil ich schlank bin, bedeutet das noch lange nicht, dass ich mich wohl fühle. Und genau das tue ich zur Zeit absolut gar nicht – mich wohlfühlen. Die Hosen zwicken, ich bin konstant aufgebläht und schau mich einfach nicht mehr gern selbst im Spiegel an. Das ist aber nicht meine Hauptmotivation, mir geht es dieses Mal vor allem um meine eigene Gesundheit und mein Wohlbefinden.

Was ist Intervallfasten?
Intervallfasten, auch Intermettierendes Fasten genannt, ist keine Diät, sondern eine Art zu essen. Genauer gesagt eine Art Zeitplan. Das Prinzip ist super einfach: Man hat ein Zeitfenster in dem man fastet und eins, während dem man isst. Empfohlen werden 12-18 Stunden fasten – je nachdem, wie das für einem am besten passt. Der Sinn dahinter ist es, dem Körper Zeit zu geben, zu verdauen, den der Verdauungsprozess raubt unserem Körper Energie. Hat der Körper nicht genug Zeit zu verdauen, hat er gleichzeitig auch zu wenig Zeit für andere Prozesse im Körper wie z.B. Heilungsprozesse oder den Fettabbau. Wichtig, ist weiterhin genügend Kalorien zu sich zu nehmen und vollwertig zu essen. Es gibt auch weitere Arten zu fasten, zum Beispiel an 2-3 Tagen pro Woche nur Gemüse bzw. gar nichts zu essen. Ich möchte mich aber auf die 16/8 Methode beziehen, da diese meiner Meinung nach die nachhaltigste und einfachste ist. Außerdem habe ich mit den anderen Methoden keine persönlichen Erfahrungen und möchte euch nichts empfehlen, von dem ich selbst nicht überzeugt bin.

Welche Vorteile hat Intervallfasten?
Viele. Neben dem besseren Fettabbau reinigt es außerdem die Haut, hilft bei er Zellerneuerung, reguliert den Blutzuckerspiegel, hilft dabei besser zu schlafen, soll gut für die psychische Gesundheit sein und noch vieles mehr.

Was ist zu beachten?
Wichtig ist es, die Nahrungszufuhr nicht zu minimieren, sondern noch immer den Bedarf zu beachten. Auch die richtige Nährstoffe sind wichtig: viel Eiweiß, gute Fette, komplexe Kohlenhydrate, wenig bis gar keine verarbeiteten Lebensmittel und industriellen Zucker. Während des Fastens sollte man außerdem genügend Wasser oder ungesüßten Tee trinken, schwarzer Kaffee ist auch erlaubt. Am aller wichtigsten ist es allerdings, auf den eigenen Körper zu hören. Wenn ein 16/8 Zyklus zu schwierig für euch ist, dann versucht einen 14/10 oder 12/12 Zyklus. Wenn ihr euer Fasten sonst um 11 Uhr brecht, aber um 9 Uhr schon am „verhungern“ seid, dann brecht euer Fasten früher und versucht entweder Abends früher mit dem Fasten zu beginnen oder am nächsten Tag wieder „normal“ weiterzumachen. Solltet ihr schnell hungrig werden, versucht mehr Eiweiß in eure Ernährung einzubauen. Achtet auf euch selbst, sonst ist das ganze sinnlos.

Gibt es Nebenwirkungen?
Nicht wirklich, aber vor allem Anfangs gibt es ein paar „negative“ Symptome. Kopfschmerzen vom Zuckerentzug, oder wegen zu wenig Wasser sind sehr häufig, auch Hungergefühl am Anfang ist ganz normal. Ich war Anfangs extrem müde und musste sehr häufig auf die Toilette, da ich so viel mehr getrunken habe als sonst. Aber keine Angst, diese „Symptome“ gehen ziemlich schnell vorbei und danach geht’s einem normalerweise sehr gut.

Wie werde ich mein Fasten angehen?
Da das mittlerweile mein 4. Mal Fasten ist, bin ich schon ein bisschen geübt darin und vor allem auch absolut überzeugt vom Konzept des Intervallfasten. Ich werde deshalb gleich mit dem 16/8 Zyklus anfangen. Also 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen. Da ich generell ungern Morgens esse, ist es für mich kein Problem erst um 12 Uhr das erste Mal etwas zu essen. Natürlich werde ich wieder gesünder essen und versuchen, auf Milchprodukte und Soja zu verzichten. Milchprodukte, da ich sie bis auf Topfen (Quark) und Joghurt einfach nicht vertrage und Soja, da es nicht so gut für die Schilddrüse ist. Ich habe auch überlegt auf Gluten zu verzichten, glaube aber, dass ich es gut genug vertrage um es weiterhin in Maßen zu essen. Zusätzlich möchte ich dieses Mal mein Fasten mit Selleriesaft brechen. Selleriesaft hat unglaublich viele Vorteile – zum Beispiel reinigt es die Leber und den Darm und soll ebenso gut für die psychische Gesundheit sein. Zusätzlich möchte ich mindestens 3 Mal die Woche Sport machen – vor allem Yoga.

Ich werde euch immer wieder Mal updaten zu dem Thema. Zur Zeit ist einmal einen Monat lang richtig durchziehen geplant, danach möchte ich das Fasten beibehalten, aber etwas lockerer dabei sein. Es sind auch ein paar Beiträge wie Rezepte und Food Diaries geplant. Wer noch weitere Fragen hat, kann mir gerne auf Instagram schreiben, dort heiße ich @weristluisa.

Noch eine schöne Woche und viel ganz Motivation an all jene, die sich gerade auch ähnliche Ziele gesetzt haben!
Luisa

Interessante Links:

https://www.precisionnutrition.com/intermittent-fasting/benefits-of-fasting
https://www.healthline.com/nutrition/10-health-benefits-of-intermittent-fasting
https://health.clevelandclinic.org/interested-fasting-health-get-facts-first/
https://www.fitundgesund.at/intervallfasten-artikel-2727

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Ein Kommentar zu „Intervallfasten: Wieso, was und wie.

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  1. Liebe Luisa, danke für diesen umfangreichen Artikel. Vor genau einem Jahr habe ich erstmals das Intervallfasten ausprobiert, eigentlich sollte es ein Experiment für die Dauer eines Monats sein, aber 16/8 passt perfekt in meinen Alltag und so ernähre ich mich seit nunmehr einem Jahr in diesem Intervall. Natürlich gibt es Tage, an denen es weniger gut klappt oder an denen mich abends eine Heißhungerattacke übermannt, dann gebe ich auch nach, denn verbiete möchte ich mir nichts. Doch im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

    LG
    Daggi

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