Sonntags Gedanken: Let’s talk about periods, baby!

Einen wunderschönen Sonntag meine Lieben!
Eigentlich wollte ich heute über was ganz anderes schreiben, aber irgendwie scheint mir das dann doch wichtiger.
Ich habe heute Nacht kaum geschlafen, was eher unpassend ist, wenn man das ganze Wochenende arbeiten und Funktionieren sollte. Warum fragt ihr euch? Ich habe mitten in der Nacht meine Tage bekommen, und zwar so stark, dass ich wegen der Schmerzen kein Auge zu machen konnte. Wie auch, wenn man das Gefühl hat, dass 1000 Messer einen den Unterleib durchbohren.

Sexual health & menstruation panel in NYC

Keine Angst, ich gehe jetzt nicht drauf näher ein, nicht weil ich es ekelhaft oder „unpassend“ finde über die weibliche Menstruation zu sprechen, sondern weil das nebensächlich ist, denn ich möchte über etwas anderes sprechen – warum wir eigentlich nicht mehr über die Regel sprechen sollten, es aber trotzdem tun sollten. Hä? Was meint sie jetzt damit?

Ganz einfach, weil es 2018 ist und das Thema „Periode“ in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema ist, das keines sein sollte und über Tabus gehört gesprochen, auch wenn sie es schon längst nicht mehr sein sollten. Doch wer ist denn jetzt daran Schuld, dass Menstruationen noch immer so ein, ich nenn es jetzt mal überspitzt, „Ekelthema“ ist? Die Männer? Das „Patriarchat“? Die Regierung? Bullshit! Wir alle! Denn seien wir uns doch mal ehrlich, wer von uns versteckt nicht regelmäßig Tampons in ihren Ärmeln oder schiebt Panik, wenn sie länger nicht auf die Toilette kann, um zu kontrollieren, dass auch ja nichts „geleakt“ ist. Ich bin da ganz gleich. Mir ist es mega unangenehm, Leuten zu erklären, warum ich mich die ganze Zeit vor Schmerzen krümme und wieso ich den ganzen Tag so grantig bin. Mir wurde immer gesagt, dass man über Perioden nicht spricht, vor allem nicht mit Männern. Ich weiß noch, wie unangenehm es mir war, mit 15 meinem ersten Freund zu erklären, was mit mir los sei. Heute bin ich da ganz anders, und spreche sehr offen mit meinem Freund über das Thema, auch wenn es nach zwei Jahren nicht mehr viel darüber zu reden gibt. Ich kenne aber genügend Mädels die auch mit über 20 ungern mit ihren Partnern über das Thema sprechen, aus Angst, sie würden sich davor ekeln oder noch schlimmer, sie ekelhaft finden. Ich bezweifle stark, dass irgendein Mann, seine Freundin auf Grund ihrer Regel ekelhaft findet – und wenn doch, dann WAR er halt ihr Freund.

Wir dürfen aber trotzdem nicht erwarten, dass Menstruation in unserer Gesellschaft so normal wird, dass man nicht mehr darüber diskutieren muss, wenn wir selbst nicht als Frauen bereit dazu sind, offen damit umzugehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass es für Männer UND Frauen wichtig ist, zu verstehen, dass es nichts natürlicheres gibt, als der weibliche Zyklus und wie notwendig es für alle Beteiligten ist, diesen zu verstehen.

Für meine persönliche Entwicklung war es von großer Bedeutung, zu verstehen, dass jede Frau einmal im Monat blutet und dass es komplett Wurscht ist, wenn das alle wissen. Ich bin auch prinzipiell der festen Überzeugung, dass man über alles sprechen kann und sollte, jedoch finde ich, dass es mittlerweile Zeit ist, dass wir uns alle im Klaren sind, was da jedes Monat in einer Frau abläuft und das einfach akzeptieren. Wir sollten keine Kampagnen und Aktionen zum natürlichsten Thema der Welt brauchen. Aber was wir sollten und was wir im Endeffekt tun, sind dann halt doch zwei Paar Schuhe.

This Is What Period-Shaming Looks Like Around The World

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